Title
Dramen des Weiblichen: Deutsche Dramatikerinnen um 1800 (Kulturwissenschaftliche Studien zur Deutschen Literatur) (German Editio,New
Sold by Ergodebooks, an authorized reseller.
Returns accepted within 30 days | support@ergodebooks.com
Shipping Information
- Free Standard Shipping — United States only
- Processing Time: 1–3 business days
- Estimated Delivery: 3–5 business days after dispatch
- Double-boxed, fully insured & discreetly packaged
- Tracking number sent via email once dispatched
- Orders over $250 require signature upon delivery. Taxes calculated at checkout.
Returns & Refund
Returns accepted within 30 days of delivery.
Damaged or Defective Item
Free return shipping + replacement or full refund
Wrong Item Received
Free return shipping + replacement or full refund
Change of Mind
Return shipping at customer's expense · 25% restocking fee applies
Frauen schreiben keine Dramen. Sie neigen hochstens zu dramatischen Empfindungen. Dies ist ein allgemeiner Topos, der Drama und weibli ches Geschlecht als unfiberwindbare Gegensatze festlegt. Wenn im Zusammenhang mit Frauen der Begriff 'dramatisch' be nutzt wird, ist zumeist gemeint, daB die Frau ein Drama vorspielt, daB sie sich verstellt, daB sie mimt. Es kann aber auch bedeuten, daB ihr Leben dramatisch verlauft, sie ein besonders schweres und trauriges Schicksal hat. Neben diesen umgangssprachlichen und allgemeinen Va rianten ist die Koppelung von Frau und Drama aber auch an gro8e theaterwirksame Gestalten gebunden. 1m Theater treten die Frauen als dramatis personae auf und spielen u. a. die Rolle der Iphigenie, der Ophelia, der Emilia. Sowohl in dieser umgangssprachlichen als auch in der ihr zugeschriebenen Theaterrolle bleibt die Frau eine 'fremdbe stimmte' Akteurin, sie entwirft sich nicht selbst. Autorinnen, die seIber Dramen verfaBt haben, treten so gut wie nie in Erscheinung, wei! davon ausgegangen wird, daB Frauen keine Dramen schreiben konnen. Dieses allgemeine Verstandnis, das die Gattung des Dramas dem weiblichen Geschlecht entgegenstellt, findet u. a. bei Georg Simmel, Marieluise Flelier, aber auch in der Literaturgeschichtsschreibung sei nen Ausdruck. So schreibt Simmel1911 fiber den Zusammenhang von dramatischer Gattung und weiblichem Geschlecht: . . . daB die Frau zwar dem Manne, der sozusagen der geschlossene Grenzen Durchbrecher ist, gegenuber als das geschlossene, von strenger Grenze umzirkte Wesen erscheint aber mit ihren kiinstIerischen Leistungen gerade da versagt, wo die strenge Geschlossenheit der Form pravaliert: im Drama, in der musi 1 kalischen Komposition, in der Architektur.
⚠️ WARNING (California Proposition 65):
This product may contain chemicals known to the State of California to cause cancer, birth defects, or other reproductive harm.
For more information, please visit www.P65Warnings.ca.gov.