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Landwirtschaft, Staat Und Autarkie: Agrarpolitik Im Faschistischen Italien (19221943) (Bibliothek Des Deutschen Historischen In,Used
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In dieser Studie wird die Agrarpolitik des faschistischen Regimes in Italien erstmals auf breiter archivalischer Basis erforscht. Die ersten Kapitel untersuchen die ideologischen Grundlagen des faschistischen 'Ruralismus', die Strategien zur Herrschaftssicherung auf dem Land und den Aufbau der agrarpolitischen Institutionen. Der Hauptteil ist den groen landwirtschaftlichen Kampagnen des Regimes gewidmet. Die 1925 begonnene 'Getreideschlacht' bildete den Auftakt des faschistischen Autarkieprogramms, das Italien von auslndischen Nahrungsmittelzufuhren unabhngig machen sollte. 1929 setzten die groangelegten Urbarmachungs und Siedlungsprogramme ein, die auf eine Strkung des Bauernstandes und die Beseitigung der lndlichen Arbeitslosigkeit zielten. Die Untersuchung zeigt, da die Ziele der faschistischen Agrarpolitik nur partiell verwirklicht werden konnten. Whrend die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion dazu fhrte, da die agrarische Auenhandelsbilanz seit Anfang der dreiiger Jahre positiv wurde, konnten die siedlungs und sozialpolitischen Vorstellungen des Regimes nicht einmal ansatzweise realisiert werden. Der durch die staatlichen Manahmen verstrkte konomische Strukturwandel beschleunigte die Abwanderung von Arbeitskrften aus dem primren Sektor und bewirkte eine weitere Marginalisierung der Landwirtschaft. Das Scheitern der sozialen Neuordnungskonzeptionen fhrte seit Mitte der dreiiger Jahre zu einem zunehmenden Konsensverlust des Faschismus innerhalb der lndlichen Bevlkerung. Verstrkt wurde dieses Phnomen durch die wirtschaftlichen Zwangsmanahmen gegenber den buerlichen Produzenten und die Verschlechterung der Ernhrungslage im Zuge der Autarkiepolitik.
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