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Seelisches Leiden im kulturellen Wandel: Eine wissenschaftstheoretische Betrachtung des Umbruches in Wissenschaft und Gesellscha,Used
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Product Description In dem vorliegenden Buch stellt der Autor die These auf, dass das wissenschaftliche Paradigma des Kausaldeterminismus nicht mehr in der Lage ist, die heutigen Herausforderungen einer immer komplexer werdenden, globalisierten Welt erfolgreich zu bewltigen. Er beschreibt, wie der Wandel des wissenschaftlichen Paradigmas mit der Auflsung sinngebender Wirklichkeitskonstruktionen einhergeht. Der sich hieraus ergebende Verlust allgemeinverbindlicher Glaubenssysteme fhrt zu einer Individualisierung und Verunsicherung der Mitglieder der Gesellschaft, die sich in einem Anstieg seelischer Abweichung von den Normalittserwartungen zeigt. Der psychiatrische Umgang mit seelischer Abweichung, die der Autor bewusst nicht als psychische Erkrankung etikettiert, wird im Sinne der dynamischen Systemtheorie als Versuch der Systemerhaltung angesehen. Dies sei in einer Zeit des Paradigmenwandels jedoch nur eine vorbergehende Erscheinung. Die Entwicklung eines neuen Paradigmas, das in der Lage ist, der Komplexitt unserer Zeit erfolgreich zu begegnen, sei nicht aufzuhalten. Es ist die zentrale These des Autors, dass seelische Abweichung von gesellschaftlichen Normalittserwartungen als kreatives Potential erkannt werden muss. Im Sinne einer dialogischen Kommunikation sollte dieses Potential zur Entwicklung einer neuen "ethisch korrekten" Wirklichkeitskonstruktion genutzt werden. Eine solche Wirklichkeitskonstruktion wre in der Lage, die Komplexitt und Vielfalt des Lebens in ihr Weltbild zu integrieren, statt Menschen auszugrenzen, die in ihrem Verhalten und Erleben engen normativen Vorgaben nicht entsprechen. About the Author Bruno Mohr wurde 1953 in Hamburg geboren. Er studierte Philosophie, Sozialwesen und Kriminologie. Whrend seines Studiums im Fachbereich Sozialwesen entstand durch Praktika im Landeskrankenhaus und im sozialpsychiatrischen Dienst sein Interesse an dem gesellschaftlichen Umgang mit seelischem Leiden. Durch Weiterbildungen in systemischer Therapie, Beratung und Supervision wurde der Autor mit dem systemischen Konstruktivismus vertraut, der seine berufliche und wissenschaftliche Perspektive nachhaltig beeinflusste. Das berufsbegleitende Masterstudium der Kriminologie regte ihn an, seelisches Leiden nicht als Krankheit sondern als Abweichung von gesellschaftlichen Normen zu betrachten. Nach unterschiedlichen Ttigkeiten als Heilpraktiker, Judotrainer und Sozialpdagoge arbeitet der Autor heute im sozialpsychiatrischen Dienst eines Hamburger Gesundheitsamtes.
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